„Dafür haben wir keine Zeit!“
„Aber ich will doch Zeit für die Kinder haben, statt ständig etwas aufzuschreiben.“
Diese und ähnliche Sätze höre ich oft, sobald es um Beobachtung und Dokumentation im Kinderschutz geht. Was dabei jedoch häufig vergessen wird, ist die Tatsache, dass Kinderschutz ohne Dokumentation nicht funktionieren kann.
Wir brauchen Beobachtung und Dokumentation, …
- um Professionelle Fallbesprechungen führen zu können
- als Grundlage für den Austausch mit der Insofa
- um mit Kindern und Eltern ins Gespräch gehen zu können
- Und auch um eine professionelle Meldung nach §8a SGB VIII an das örtlich zuständige Jugendamt (oder nach §47 SGB VIII an die örtlich zuständige Behörde) tätigen zu können
Letztendlich ist Dokumentation die einzig gemeinsame Sprache des Helfersystems im Kinderschutz. Und wenn wir eines wissen, dann: Kinderschutz ist immer Netzwerkarbeit! Kein Jugendamt wird tätig werden können, wenn die Meldung einer Kita auf „das war schon oft so“ statt auf gut notierten Fakten und Daten basiert.
Kinderschutz kann nicht funktionieren ohne Dokumentation. Viel mehr muss uns allen klar sein, dass eine fehlende Dokumentation im schlimmsten Fall das Leid eines Kindes verlängert.
Du möchtest dich mehr mit dem Thema Beobachtung und Dokumentation im Kinderschutz beschäftigen oder bist auf der Suche nach einem Impuls für dein Team? Du findest meinen Artikel „Beobachtung und Dokumentation als Grundlage im Kinderschutz“ aus der Zeitschrift Kita-Management 12/2021 hier zum kostenlosen Download.